31.05.2011 Information: So viel Rendite bringt ein Kind

  • Veröffentlicht am: Mai 31, 2011

Auch Ökonomen wissen mittlerweile, dass frühe Förderung nicht nur sozial gerecht, sondern langfristig auch besonders ertragreich ist.

In den ersten Lebensjahren liegt das Potenzial für späteren Erfolg. Nie wieder im späteren Leben ist ein Mensch so offen für neue Erfahrungen, so neugierig, so begeisterungsfähig und so lerneifrig und kreativ wie während der Phase der frühen Kindheit. Rund um diese These haben sich in der Schweiz in jüngerer Zeit mehrere Praxisprojekte gebildet, die der frühkindlichen Bildung gewidmet sind. Vor allem die Kindertagesstätten verlassen ihr Image als Kinderhüeti und profilieren sich als Bildungsinstitutionen.

Jetzt haben auch die Wirtschaftswissenschaften das Thema entdeckt – hierzulande das von Ernst Fehr geleitete Institut für empirische Wirtschaftsforschung an der Universität Zürich. Fehr ist vom wirtschaftlichen Nutzen früher Bildung fest überzeugt. Anders als die meisten Praxisprojekte stützt Fehr seine Thesen auf harte wissenschaftliche Daten, unter anderem auf eine amerikanische Langzeitstudie (Perry Preschool Program) über 40 Jahre. Kinder mit früher Förderung erreichten häufiger einen High School  Abschluss, erzielten später ein höheres Einkommen, wurden seltener sozialhilfeabhängig und seltener kriminell als die Kinder in der Kontrollgruppe.

In Übereinstimmung mit aktuellen Schweizer Praxisprojekten der Unesco, des Netzwerks Kinderbetreuung Schweiz und des Marie-Meierhofer Instituts für das Kind plädiert Fehr nicht dafür, Kindertagesstätten zu «verschulen» oder Kinder möglichst früh mit Wissen voll zu «stopfen». Gefördert werden soll vielmehr eine Bereitschaft zum Lernen und für lebenslange Neugier.

Aus seiner Sicht birgt die Situation heute eine ähnliche politische Sprengkraft wie vor 120 Jahren, als die allgemeine Schulpflicht eingeführt wurde. «Jetzt gilt es, die Bildungsjahre in vernünftiger Weise auszudehnen – und zwar nach vorne.»

Auch Ökonomen wissen mittlerweile, dass frühe Förderung nicht nur sozial gerecht, sondern langfristig auch besonders ertragreich ist.

In den ersten Lebensjahren liegt das Potenzial für späteren Erfolg. Nie wieder im späteren Leben ist ein Mensch so offen für neue Erfahrungen, so neugierig, so begeisterungsfähig und so lerneifrig und kreativ wie während der Phase der frühen Kindheit. Rund um diese These haben sich in der Schweiz in jüngerer Zeit mehrere Praxisprojekte gebildet, die der frühkindlichen Bildung gewidmet sind. Vor allem die Kindertagesstätten verlassen ihr Image als Kinderhüeti und profilieren sich als Bildungsinstitutionen.

Jetzt haben auch die Wirtschaftswissenschaften das Thema entdeckt – hierzulande das von Ernst Fehr geleitete Institut für empirische Wirtschaftsforschung an der Universität Zürich. Fehr ist vom wirtschaftlichen Nutzen früher Bildung fest überzeugt. Anders als die meisten Praxisprojekte stützt Fehr seine Thesen auf harte wissenschaftliche Daten, unter anderem auf eine amerikanische Langzeitstudie (Perry Preschool Program) über 40 Jahre. Kinder mit früher Förderung erreichten häufiger einen High School  Abschluss, erzielten später ein höheres Einkommen, wurden seltener sozialhilfeabhängig und seltener kriminell als die Kinder in der Kontrollgruppe.

In Übereinstimmung mit aktuellen Schweizer Praxisprojekten der Unesco, des Netzwerks Kinderbetreuung Schweiz und des Marie-Meierhofer Instituts für das Kind plädiert Fehr nicht dafür, Kindertagesstätten zu «verschulen» oder Kinder möglichst früh mit Wissen voll zu «stopfen». Gefördert werden soll vielmehr eine Bereitschaft zum Lernen und für lebenslange Neugier.

Aus seiner Sicht birgt die Situation heute eine ähnliche politische Sprengkraft wie vor 120 Jahren, als die allgemeine Schulpflicht eingeführt wurde. «Jetzt gilt es, die Bildungsjahre in vernünftiger Weise auszudehnen – und zwar nach vorne.»

NZZ am Sonntag