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Aktuelles

26.11.2012 Workshop: Firmen-Familienfreundlichkeit im Fokus

  • Veröffentlicht am: Nov 06, 2012

 

Sie wollen mehr wissen über die entscheidenden Faktoren vieler Top-Arbeitskräfte bei der Wahl Ihres Jobs? Dann sollten Sie sich unbedingt diesen kostenlosen Workshop in Ihrer Agenda einschreiben:  «Wettbewerbsvorteil Vereinbarkeit von Beruf und Familie» heisst der viel versprechende Titel, und versierte Referierende garantieren einen wertvollen Praxisbezug.  Der Anlass findet am Montag, 26. November 2012, von 17.00 bis 18.30 Uhr (anschliessend Vernetzungsapéro) im Hotel Dom an der Webergasse 22 in St.Gallen statt 

Sie erfahren einerseits mehr über die Vorteile einer familienfreundlichen Firmenkultur und welchen konkreten betriebswirtschaftlichen Nutzen sie in Ihrem Geschäftsalltag begünstigen kann. Andererseits lernen Sie den Unternehmenstest zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie («BeFa-Check») näher kennen:  Der BeFa-Check wurde vom KMU Service Center entwickelt.

Christa Messner und Dr. Stefan Graf vom KMU Service Center informieren aus erster Hand über den «BeFa-Check» und über die Erfahrungen, die Unternehmen in der Region damit gemacht haben. Beide Referierenden haben nicht nur den «BeFa-Check» entwickelt, sondern sprechen auch aus Ihrer reichen Erfahrung: Christa Messner hat bei Raiffeisen Schweiz die Fachstelle Diversity aufgebaut und ist spezialisiert auf Organisationsentwicklung; Dr. Stefan Graf ist langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität St.Gallen HSG und war Projektleiter bei der World Demographic Association sowie des Generationenforums in St.Gallen.

Am Workshop «Wettbewerbsvorteil Vereinbarkeit von Beruf und Familie» erhalten Sie zudem eine  Plattform, um mit Verantwortlichen anderer Unternehmen und familienpolitischer Organisationen zu diskutieren.


 

Informationen und Anmeldungen (bis 22. November 2012): Mail info@kmu-service-center.com oder Telefon 079 697 31 05.

 


BeFa-Check

12.10.2012 Veranstaltungshinweis: Flexible und familienbewusste Arbeitszeitmodelle

  • Veröffentlicht am: Okt 12, 2012

Die Themen „Zeit“, „Familienzeit“ und „Familienfreundlichkeit“ bekommen in Zeiten der Bevölkerungsalterung und der zunehmenden Knappheit von qualifizierten Mitarbeitenden einen immer höheren Stellenwert. Mittlerweile erkennen auch Unternehmen, dass sich familienfreundliche Massnahmen in einer höheren Arbeitszufriedenheit, in einer geringeren Fluktuation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und in tieferen Kosten ausdrücken. Wie diese Balance erreicht und wie die unternehmerische Familienfreundlichkeit als Wettbewerbsvorteil eingesetzt werden kann, wird anlässlich der Fachtagung aufgezeigt. Am Morgen werden die prominenten Referenten aus familienpolitischer, gleichstellungspolitischer und wirtschaftspolitischer Sicht auf das Thema eingehen. Am Nachmittag präsentiert die Arbeitsgruppe von Pro Familia Schweiz ihre Empfehlungen zur Familienzeit, danach diskutiert ein hochkarätiges Podium diese Empfehlungen.

Pro Familia Schweiz

01.09.2012 Information: Familienplattform baut aus

  • Veröffentlicht am: Sep 04, 2012

Der Verein Familienplattform Ostschweiz (FPO) hat mit Corinne Indermaur-Hüberli aus Zuzwil seine erste Geschäftsführerin angestellt. Kürzlich hat sie ihre Stelle angetreten und wird ihr Arbeitspensum Ende Jahr von 20 auf 30 Prozent ausbauen. Das entspricht einem wachsenden Bedürfnis der Mitglieder, sagt Präsident Christof Stürm.

Die Familienplattform Ostschweiz unterstützt Arbeitgeber dabei, dass Arbeitnehmende in den unterschiedlichsten Lebenssituationen Familie und Beruf besser unter einen Hut bringen können. In Zukunft will der Verein die Interaktion mit seinen Mitgliedern noch intensiver gestalten, damit sie die Vorteile der FPO-Angebote noch besser nutzen können. «Mit Corinne Indermaur haben wir eine Geschäftsführerin gefunden, die den aktuellen und künftigen Anforderungen am besten entspricht», erklärt Christof Stürm. Bei der Auswahl der geeignetsten Kandidatur konnte die FPO aus dem Vollen schöpfen: «Das Stelleninserat ist auf eine ausgezeichnete Resonanz gestossen», so Stürm.

Stärken der FPO weiter ausbauen
Die neue Geschäftsführerin packt ihre Aufgabe aktiv an: «Die FPO verfügt über ein tolles Netzwerk und viel Know-how. Mein Ziel ist es, dieses weiter auszubauen und zu ergänzen. Ebenfalls ist es mir ein grosses Anliegen, den Bekanntheitsgrad unserer Homepage zu fördern, damit in Zukunft noch mehr Arbeitgeber sowie Arbeitnehmer davon profitieren können.» Die Herausforderung, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, kennt die zweifache und berufstätige Mutter aus eigener Erfahrung bestens: «Als Geschäftsführerin der FPO kann ich nun einen Teil dazu beizutragen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einfacher wird – das ist für mich ein grosser Ansporn.»

Grosser Erfahrungsschatz
Die neue Geschäftsführerin bringt einen reichen beruflichen Erfahrungsschatz mit. So hat die 38-Jährige nach der kaufmännischen Lehre als Kundenberaterin bei verschiedenen Banken, im Bereich Bildung von Jugendlichen und Erwachsenen sowie als selbständige Erwachsenenbildnerin gearbeitet. «Sie versteht unsere Themen arbeitgeberorientiert, kennt sich aus in Personalfragen und Marketing und sie ist eine aktive Persönlichkeit. Zudem versteht sie es ausgezeichnet, zu motivieren, präsentieren und sich selbst zu organisieren», ist Stürm überzeugt.

Foto

13.07.2012 Information: Kanton St.Gallen für mehr Familienfreundlichkeit

  • Veröffentlicht am: Jul 13, 2012

Die Familienplattform Ostschweiz (FPO) fördert zusammen mit dem Kanton St.Gallen Bestrebungen, Beruf und Familie (Befa) unter einen Hut zu bringen: Deshalb entstand der «Befa-Check», der im Auftrag der FPO vom KMU Service Center entwickelt wurde. Seit kurzem besteht nun auch eine Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung (KIG) im Departement des Innern im Kanton St. Gallen.

Das KMU Service Center hat für das Jahr 2012 die Leistungsvereinbarung «Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei KMU» mit dem Kanton St. Gallen abgeschlossen. Im Rahmen dieser Kooperation verfolgt das KMU Service Center das Ziel, die regionalen Unternehmen stärker für das Thema Vereinbarkeit zu sensibilisieren und den Personalverantwortlichen umfassende Dienstleistungen zur Verbesserung der Vereinbarkeit anzubieten.

Betriebsstrukturen optimieren
Beda Meier, Leiter Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung im Departement des Innern im Kanton St. Gallen, macht deutlich, dass sich der Kanton für eine verstärkte Vereinbarkeit einsetzt und die private Initiative «BeFa-Check» begrüsst. Auch der Kanton könne als Arbeitgeber viel für eine Verbesserung der Situation bewirken. Gemäss Beda Meier trägt der «BeFa-Check» dazu bei, dass Klein- und Mittelunternehmen (KMU) bei einer der zentralen Herausforderungen des heutigen Unternehmertums Unterstützung erhalten und die Betriebsstrukturen optimiert werden können, um die Vereinbarkeit zu begünstigen.

Unkomplizierte Lösungen
Das 2011 in St. Gallen gegründete KMU Service Center ist spezialisiert auf Fragen des «KMU-Managements». Es bietet nicht nur grösseren, sondern auch kleineren Unternehmen individuelle und unkomplizierte Lösungen an. Zentrale Felder in der Beratung sind das Personalmanagement, die Unternehmensführung sowie die (Arbeits-)Organisation. Weitere Themenfelder sind darüber hinaus: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Demographie und demographieorientierte Personalarbeit, betriebliches Gesundheitsmanagement, Personalentwicklung, Unternehmenskultur, Coaching und Mentoring von Führungskräften, Life-Balance, Unterstützung bei Marketing und Kommunikation sowie bei der Vermarktung der Einführung von Produkten und Dienstleistungen auf dem Markt.

Vitales Interesse an Entwicklung
Ein zentraler strategischer Schwerpunkt des Kompetenzzentrums Integration und Gleichstellung (KIG) im Departement des Innern im Kanton St.Gallen ist der Einsatz für die verstärkte Vereinbarkeit von Beruf und Familie. In einer Studie, die das KIG im Kanton St.Gallen bei 1100 Mitarbeitern von KMU 2010 durchführen liess, wurde deutlich, dass die Unternehmen sehr unterschiedlich mit den Herausforderungen, ihren Mitarbeitenden eine gute Life-Balance anzubieten, umgehen. Dass jedoch gerade Massnahmen, die zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Mitarbeitenden des Unternehmens beitragen, mittelfristig zur Senkung von Personalkosten führen und den Betrieb als Ganzes stärken, wird noch nicht überall in Betracht gezogen. Der Kanton St.Gallen hat im Hinblick auf Steuereinnahmen durch KMU ein vitales Interesse an deren wirtschaftlichem Wohlergehen. Er unterstützt daher Massnahmen, die es den KMU ermöglichen, sich in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorteilhaft auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren und arbeitet dabei mit dem externen Partner, dem KMU Service Center, zusammen.

25.06.2012 Information: Helle Köpfe und grosser volkswirtschaftlicher Nutzen

  • Veröffentlicht am: Jun 25, 2012

«Kinder? Kinder!» Dieser Aufruf begleitet Jrène Bernet als erfahrende Stellenleiterin des Kinderhütediensts der Frauenzentrale St.Gallen. Dabei kommt immer wieder auch der Kostenaspekt der familienergänzenden Kinderbetreuung zur Sprache. Wer ist bereit, wie viel zu zahlen? Und welches ist der volkswirtschaftliche Nutzen? Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass sich die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie langfristig auszahlt und dass es sich lohnt, darin zu investieren.

In den Beratungsgesprächen sieht Jrène Bernet oft, dass sich Mütter ihrer enormen Leistungen nicht bewusst seien: «Wenn sie sich diese nach marktwirtschaftlichen Ansätzen bezahlen liessen, würden sie staunen.» Es müsste also logisch sein, dass auch die Fremdbetreuung der Kinder seinen Preis hat. Doch weit gefehlt, erzählt sie: «Ein Vater wollte für seine vier Kinder eine ausgebildete Kinderbetreuerin, möglichst eine Lehrerin. Er war bereit, acht Franken pro Stunde zu zahlen. Auf meine Intervention, ob er für diesen Lohn arbeiten würde, war die Antwort: «Sicher nicht! Aber ich arbeite ja auch etwas Richtiges.»

Anständige Entlöhnung nötig
Laut Bundesamt für Statistik werden pro Woche im Durchschnitt 60 bis 70 Stunden von der Frau und 27 bis 32 Stunden vom Mann an reiner Haus- und Familienarbeit geleistet. Der durchschnittliche Stundenlohn für Haus- und Familienarbeit beträgt 36.10 Franken, wobei die reine Arbeit mit Kindern mit 44.50 Franken zu Buche steht. Kinderbetreuung wird als Arbeit mit erhöhten Anforderungen berechnet und deshalb höher taxiert. Jrène Bernet:  «Es ist mir klar, dass diese Tarife für die wenigsten Familien bezahlbar sind. Unsere aktuellen Stundenlöhne liegen bei 22 bis 25 Franken brutto für nicht ausgebildete Erwachsene mit Erfahrung, bei 25 bis 30 Franken für ausgebildete Kinderbetreuerinnen. Es ist mir äusserst wichtig, die beste Betreuungsmöglichkeit für Kinder und Eltern zu finden. Genauso wichtig sind aber auch anständige Entlöhnung und gute Arbeitsbedingungen für die Betreuenden. Nur so wird die Kinderbetreuung für beide Seiten zum Gewinn.»

Volkswirtschaftlicher Nutzen
Die familienergänzende Kinderbetreuung bringt sogar der gesamten Gesellschaft einen Gewinn, wie eine Studie des Sozialdepartements der Stadt Zürich berechnet: Danach ist der volkswirtschaftliche Nutzen eines Krippenbesuchs drei- bis viermal so hoch ist wie seine Kosten. Und die familienergänzende Kinderbetreuung bringe den Kindern selbst Vorteile. Ihre soziale Entwicklung werde durch die Beziehungen mit andern Knaben und Mädchen gefördert. Zudem arbeiteten pädagogisch ausgebildete Betreuungspersonen gezielt mit den Kindern.

Nutzen bis dreimal so hoch
In der Region Bern hat sich eine Studie ebenfalls mit dem volkswirtschaftlichen Nutzen von Kindertageseinrichtungen beschäftigt: Das Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien in Bern kommt in der kurzfristigen Betrachtung auf ein Nutzen-Kosten-Verhältnis von 1.5 bis 2 Franken pro investiertem Franken in die Kinderbetreuung in der Region Bern. Langfristig fliessen laut Studie 2.6 bis 3.5 Franken in die Gesamtgesellschaft zurück.

Förderlicher Standortfaktor
Auch das Fazit der Abklärung über den finanziellen Nutzen von Kinderbetreuungsangeboten der Gemeinde Horw lässt sich sehen: Das Institut für Betriebs- und Regionalökonomie an der Hochschule für Wirtschaft in Luzern hat ausgerechnet, dass der Gesamtnutzen die Kosten deutlich übersteige. Auch die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfung werde positiv beeinflusst. Aus Sicht der Gemeinde seien es primär die eingesparten beziehungsweise verminderten Sozialhilfekosten, die auf der Nutzenseite ins Gewicht fallen. Die zusätzlichen Steuereinnahmen machen in Horw immerhin mehr als 40 Prozent der Gemeindeausgaben an Kinderbetreuungsangebote wieder gut. Der Kosten-Nutzen-Faktor beträgt für die Gemeinde aufgrund der vorliegenden Studie insgesamt 1.8. Für Familien der oberen Einkommensklassen mit Kindern und Jugendlichen seien Kinderbetreuungsangebote ein besonders förderlicher Standortfaktor.

Kinderkrippen machen helle Köpfe
Aufhorchen lässt eine Schlagzeile in der Neuen Zürcher Zeitung: «Kinderkrippen machen helle Köpfe» titelte das Blatt und wies auf Erkenntnisse der Neurowissenschaften hin. Vor allem die ersten Jahre von Kindern für die Entwicklung ihrer kognitiven und sozialen Fähigkeiten seien entscheidend. Und dieser Prozess werde vom familiären Umfeld positiv oder negativ (mit-)geprägt. Das familiäre Umfeld habe sich aber in den vergangenen Jahren stark verändert. So liessen sich immer mehr Ehepaare scheiden, und oft kümmere sich nur ein Elternteil um den Nachwuchs. Und, so die NZZ weiter: «Angesichts dieser empirischen Fakten vermag es zu verwundern, wenn sich Gesellschaften gegen den Ausbau vorschulischer Betreuungseinrichtungen sträuben, denn daraus könnte eine dreifache Dividende resultieren. Erstens werden die Chancen der Frauen verbessert, Beruf und Karriere miteinander zu vereinbaren. Zweitens profitieren auch die Kinder, die diese Einrichtungen besuchen, davon, da sie eines Tages mit besserer Qualifikation ein höheres Einkommen erzielen können und die Gefahr für sie, arbeitslos zu werden, sinkt. Drittens hat eine Gesellschaft als Ganzes davon einen Nutzen, denn die Wachstumsraten erhöhen sich.»

Bessere Pisa-Tests
Die NZZ geht aber noch weiter: «Gemäss Studien des Ökonomen Ludger Wössmann von der Universität München schneiden Schüler, die zuvor länger als ein Jahr lang eine vorschulische Einrichtung besucht haben, bei den Pisa-Tests deutlich besser ab als ihre gleichaltrigen Kollegen, die nie oder nur ein Jahr lang in einer vorschulischen Kinderbetreuung waren. Das schlägt sich auch in höheren Wachstumsraten nieder. Je besser in der Vergangenheit die Leistungen der Schüler bei den internationalen Vergleichstests waren, desto höher war das zwischen 1960 und 2000 gemessene durchschnittliche Wachstum des realen Bruttoinlandprodukts pro Kopf in einem Land. Helle Köpfe werden so zum Motor für Innovationen und technischen Fortschritt und erhöhen das langfristige Wachstumspotenzial eines Landes.»

13.06.2012 Studie: Vereinbarkeit in der Bodenseeregion

  • Veröffentlicht am: Jun 13, 2012

Die neue Studie „Daten und Informationen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der internationalen Bodenseeregion" zeigt auf, wie es um die Familienfreundlichkeit im Dreiländereck und Wirtschaftsraum Deutschland-Österreich-Schweiz bestellt ist. 

Nach wie vor wird rund um den Bodensee der überwiegende Teil der Familienarbeit von Frauen geleistet. Gleichzeitig steigt der Anteil der erwerbstätigen Frauen kontinuierlich an. Rahmenbedingungen zu schaffen, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, wird damit zu einer immer dringlicheren Aufgabe für die Region. Dabei geht es nicht nur um die Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt. Auch vielen Männern wird es immer wichtiger, sich gleichberechtigt an Familien- und Betreuungsaufgaben beteiligen zu können. Familie und Beruf gut zu vereinbaren, ist inzwischen für viele Menschen eine wichtige Voraussetzung für Lebens- und Arbeitszufriedenheit und damit langfristig auch für die eigene Gesundheit.

Die Bodenseeregion ist eine wirtschaftlich starke Region mit einem dynamischen Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit in der Region ist ausgesprochen niedrig. In vielen Berufsbereichen zeichnet sich in der Bodenseeregion bereits jetzt ein Fachkräftemangel ab, von dem zu erwarten ist, dass er sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in den nächsten Jahren weiter verschärfen wird. Umso wichtiger ist es für die Region, das vorhandene Arbeitskräftepotenzial so gut wie möglich auszunutzen. Das heißt insbesondere auch die Bedingungen für die Erwerbstätigkeit von Frauen und Männern, die aufgrund von aktuell bestehenden Vereinbarkeitsproblemen nicht oder nur eingeschränkt dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, zu verbessern.

Das sind die zusammengefassten Inhalte des Berichts „Daten und Informationen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der internationalen Bodenseeregion":

  • Er enthält vergleichende Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen zu den Bereichen Schwangerschaft und frühe Elternschaft sowie Kinderbetreuung in den vier Bodenseeanrainerstaaten.

  • Er zeichnet auf Basis von statistischen Daten zur Erwerbsbeteiligung von Männern und Frauen, Teilzeitarbeit sowie familienergänzende Kinderbetreuung in den nationalen Teilregionen der Bodenseeregion ein Bild der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt.

  • Er beleuchtet kurz die Handlungsfelder Betrieb und Arbeitsmarkt.

  • Er bietet mit einem ergänzenden Infopool einen Überblick über eine Vielzahl von Akteuren, Beratungs- und Informationsangeboten zum Thema Vereinbarkeit in den einzelnen Teilregionen sowie auf den jeweiligen staatlichen Ebenen.

Der Bericht (800 KB) kann unter www.statistik-bodensee.org kostenlos heruntergeladen werden.

05.06.2012 Information: Verfassungsartikel für Kinderbetreuung

  • Veröffentlicht am: Jun 05, 2012

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll in der Bundesverfassung verankert werden. Davon profitieren sollen nicht bloss "Bilderbuchfamilien" mit Mutter, Vater und zwei Kindern. Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat dem revidierten und ergänzten Verfassungsartikel zugestimmt.

Dieser schreibt vor, dass Bund und Kantone für ein bedarfsgerechtes Angebot an familien- und schulergänzenden Tagesstrukturen sorgen. Reichen die Bestrebungen der Kantone oder Dritter nicht aus, legt der Bund Grundsätze über die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit oder Ausbildung fest.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie war am Montag in der kleinen Kammer unbestritten – durch alle Parteien hindurch. Der Entscheid in der Schlussabstimmung fiel denn auch deutlich mit 30 zu 14 Stimmen.

Die Präsidentin der vorberatenden Kommission, Christine Egerszegi (FDP/AG), legte Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Familie im heutigen Sinn nicht um eine "Bilderbuchfamilie mit Mutter, Vater und zwei Kindern" handle. Gemeint seien alle Lebensgemeinschaften mit Kindern, ob allein oder partnerschaftlich erziehend: "Die gewählte Lebensform spielt keine Rolle."

Ein Nichteintretensantrag aus den Reihen von SVP und FDP war erfolglos. Eine Minderheit warnte vor Folgekosten und kritisierte, dass der Bund den Kantonen Vorschriften machen, ihnen aber die Kosten übertragen wolle.

Angeschlossen hat sich der Ständerat hingegen einem anderen Minderheitsantrag – und damit auch der Linie des Nationalrats. Mit 22 zu 19 Stimmen beschloss er, dass der Bund keine Grundsätze für die Harmonisierung der Alimentenbevorschussung durch die Kantone festlegen kann. Der Nationalrat hatte diesen Vorschlag mit 96 zu 80 Stimmen bei 4 Enthaltungen abgelehnt.

Innenminister Alain Berset wies vergeblich darauf hin, dass heute jegliche Grundlage fehle, die es dem Bund erlauben würde, auf diesem Gebiet aktiv zu werden. Von 26 Kantonen wehren sich laut Berset deren 7 gegen eine Harmonisierung.

Der Nationalrat hatte den Verfassungsartikel mit 111 zu 68 Stimmen bei einer Enthaltung gutgeheissen. Das Geschäft ist nun nach der Zustimmung durch den Ständerat bereit für die Schlussabstimmung. (sda)

01.06.2012 Information: Anlaufstelle von Frauen für Frauen

  • Veröffentlicht am: Jun 01, 2012

Die Infostelle Frau+Arbeit bietet Information und Beratung an zum Themenkreis Arbeit/Erwerbsleben und damit auch der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.  Als eine der kleinsten Thurgauer Fachstellen arbeiten wir unbürokratisch, niederschwellig und praxisbezogen. Eine Besonderheit unserer Fachstelle ist das Beieinander von Rechtsberatung (in Arbeits- und Gleichstellungsrecht) und Berufs- resp. Laufbahnberatung.

Sechzehn Jahre sind seit der Verankerung der Gleichstellungsbestimmungen in einem Bundesgesetz verstrichen, doch ist die rechtliche Gleichstellung von Frau und Mann im Erwerbsleben noch lange keine Selbstverständlichkeit. Von den Folgen der Diskriminierung sind längst nicht nur Frauen betroffen. Männer werden beispielsweise zwar als Väter wahrgenommen, leider aber oftmals auf die Rolle als Ernährer fixiert. So wird mancher Antrag auf eine Reduktion der Arbeitszeit aus familiären Gründen von Männern zurückgewiesen, wohingegen Frauen die besseren Chancen haben. Doch auch die Lohnungleichheit schränkt die freie Wahl der Eltern auf die Betreuungsvariante ein. Wenn der Mann für die gleiche Arbeit mehr verdient, wird nicht lange gerätselt, wer die Betreuung des Kindes übernimmt und wer für das Einkommen sorgt. Diskriminierung hat weitreichende Folgen. Wer Probleme am Arbeitsplatz hat, fühlt sich in der Regel damit überfordert und allein gelassen. Umso wichtiger ist es für jede betroffene Frau und jeden betroffenen Mann, wenn sie die Beratung, Unterstützung und Begleitung einer erfahrenen juristischen Fachperson in Anspruch nehmen können.

Antonella Bizzini, Juristin der Infostelle Frau+Arbeit: „In der juristischen Beratung geht es um Probleme und Konflikte am Arbeitsplatz: Kündigung und Entlassung, Schwangerschaft und Mutterschaft, Gestaltung der Arbeitsbedingungen, sexuelle Belästigung, Mobbing, Lohn usw. Ich informiere die Frauen über ihre Rechte und kläre sie auf über ihre Pflichten. Die Männer finden Unterstützung im Bereich der Vereinbarkeit Familie und Beruf. Wir besprechen die Vorteile der verschiedenen Handlungsmöglichkeiten und entwickeln Strategien. Ich kann sie unterstützen beim Verfassen von Briefen, anstehende schwierige Gespräche können wir vorbereiten. Unter Umständen verhandle ich auch direkt mit dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin. Immer jedoch entscheidet die Frau respektive der Mann selbst, welchen Weg sie gehen will, wie das weitere Vorgehen ist, ob sie einen Vergleichsvorschlag akzeptiert. Die Frauen werden ermutigt, selbst zu bestimmen und nicht mehr nur zu reagieren, sondern zu agieren."

Ein ebenso wichtiger Aspekt der Gleichstellung ist das ausgewiesene Bedürfnis vieler Frauen nach einer konkreten Unterstützung auf ihrem Weg des beruflichen Wiedereinstiegs, sei es nach der Familienphase oder einer Zeit der Arbeitslosigkeit.

Verena Wüthrich-Peter nennt als Schwerpunkte ihrer Beratungstätigkeit als Berufs- und Laufbahnberaterin die Unterstützung von Frauen, die eine Stelle suchen, sich beruflich weiter entwickeln möchten oder Probleme damit haben, Familie und Beruf zu vereinbaren. Sie brauchen Unterstützung für ihre berufliche Laufbahn oder Orientierungs- und Entscheidungshilfe für Aus- und Weiterbildungen.

„Erst wenn die persönliche Ausgangslage geklärt und das Vertrauen in das eigene Potenzial vorhanden ist, ist die zielgerichtete Auseinandersetzung mit den beruflichen Anforderungen und Perspektiven möglich. Die Rückkehr in den Beruf setzt ein gestärktes Selbstvertrauen und aktives Handeln voraus."

Eine weitere Dienstleistung der Infostelle Frau+Arbeit ist die Zeugnisberatung durch eine Fachfrau. Wenn Frauen mit dem Inhalt oder der Form ihres Arbeitszeugnisses nicht einverstanden sind, können sie mit Silvia Gysi-Winiger Kontakt aufnehmen. Sie überprüft die formalen Kriterien, die Vollständigkeit, die sprachlichen Formulierungen, die Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen. Darauf tritt sie mit  der Arbeitgeberseite in Kontakt und sucht das Gespräch, bis eine Lösung gefunden ist, die allen Anforderungen stand hält.

Sehr wichtig ist uns auch die Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen: Wir legen grossen Wert auf einen persönlichen Kontakt mit den Stellen, die in derselben Thematik oder an Schnittstellen tätig sind, wie z.B. die Arbeitslosenkasse oder die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren, die Berufs- und Studienberatung, Sozialämter, Fürsorge, aber auch andere Fachstellen wie z.B. die Dienststelle für Arbeitslose, die Gewerkschaften, Caritas, Familienberatungsstellen etc..Der gute Kontakt zahlt sich für unsere Klientinnen aus: Oft lassen sich ganz unbürokratisch Termine vereinbaren oder weiteres Fachwissen abholen ohne lange Wartezeiten. Im Gegenzug geben wir gerne auch unser Fachwissen an andere Stellen weiter wie z.B. eine kurze telefonische Einschätzung der rechtlichen Möglichkeiten, eine Vergewisserung, ob die Beraterin oder der Berater eine Situation richtig beurteilt, Möglichkeiten für weiteres Vorgehen. Diese Art von Zusammenarbeit und Vernetzung erleichtert die Arbeit und bringt einen Gewinn für alle Beteiligten.

Homepage Frau + Arbeit

01.06.2012 Information: Netzwerk auch im Kanton Thurgau

  • Veröffentlicht am: Jun 01, 2012

Die Familienplattform Ostschweiz wird in der neuesten Zeitschrift "format" der Thurgauer Infostelle Frau+Arbeit vorgestellt. Diese Netzwerkverbindung im Thurgau ermöglicht es, dass das Know-how von Frau+Arbeit auch den Nutzerinnen und Nutzern der Angebote der Familienplattform Ostschweiz zugänglich sind.

Die Infostelle Frau+Arbeit wird von der Frauenzentrale Thurgau geführt. Die juristische Beratung steht aber allen Frauen aus der Region AR, SG und TG offen. Letztes Jahr nahmen 359 Frauen eine oder mehrere Beratungen in Anspruch, Tendenz steigend. Zudem bietet die Berufs- und Laufbahnberatung massgeschneiderte Realisierungshilfen. Profitieren kann man auch vom Wissen der Infostelle im Zusammenhang mit dem Verfassen und Interpretieren von Arbeitszeugnissen.

Details über die Infostelle Frau+Arbeit finden sie hier.

Homepage Frau+Arbeit

Magazin „format“ mit Vorstellung der Familienplattform auf der letzten Seite

09.05.2012 Information: Wirtschaftlicher und familienfreundlicher

  • Veröffentlicht am: Mai 09, 2012

Die Familienplattform Ostschweiz lanciert eine Initiative, um die Umgestaltung von Unternehmenskulturen und die Einrichtung flexibler Arbeitszeitmodelle zu unterstützen. Besonders praktisch: Der Online-Check zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Befa-Check) in Unternehmen.

Der Verein Familienplattform Ostschweiz (FPO) entspricht mit seinem Engagement dem wachsenden Bedürfnis nach Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Christof Stürm, Präsident der FPO, weiss aus seiner eigenen Erfahrung als Unternehmensleiter, dass immer mehr Arbeitskräfte Beruf und Familie besser koordinieren möchten: «Wir wollen unseren Mitarbeitenden die Chance geben, aktiv im Berufsleben zu stehen und gleichzeitig das Privatleben optimal organisieren zu können.»

Standortbestimmung ermöglichen
Der kostenlose Befa-Check ist eine Initiative der Familienplattform, die von Personal- und Unternehmensleitern geschätzt werde, so Stürm: Er kann einfach auf dem Internet ausgefüllt werden und soll es den Unternehmen ermöglichen, eine Standortbestimmung punkto Familienfreundlichkeit zu machen. Der Check untersucht sechs Handlungsfelder – dazu gehören die familienpolitischen Angebote, das betriebliche Gesundheitsmanagement, die Personalentwicklung und -politik, die Arbeitsgestaltung, die Unternehmenskultur, Führungsaspekte und demografische Merkmale. Die Auswertung erfolgt unmittelbar nach dem Ausfüllen: Sie wird per Mail an den Ausfüllenden verschickt und ist eine praktische Handlungsempfehlung, die aufgrund der Antworten elektronisch unterstützt automatisch generiert wird. Unternehmensverantwortliche erfahren zum Beispiel, was sie im Umgang mit ihrem Personal besser machen könnten und wie eine Firma davon auch betriebswirtschaftlich profitieren kann. Mitglieder der Familienplattform Ostschweiz erhalten zur Online-Auswertung kostenlos ein persönliches Auswertungsgespräch vor Ort.

Lernen von den Besten
Stürm will Unternehmen darüber hinaus Anreize geben, um die eigene Unternehmenskultur zu überdenken und flexible Arbeitszeitmodelle anzudenken. Die FPO strebe zum Beispiel eine Erfahrungsgruppe über beste Lösungen für Familienfreundlichkeit an. Zudem wolle die FPO auch einen verstärkten Fokus darauf legen, wie das Know-how älterer Mitarbeitender besser genutzt werden könne. Besonders motivierend findet Stürm das Beispiel der Versicherungsgesellschaft AXA Winterthur, die für ihre vorbildliche Personalpolitik bereits mehrfach ausgezeichnet worden – so etwa auch diesen April von der Fachstelle für Familien- und Erwerbsarbeit für Männer und Frauen (UND). Die St. Gallerin Yvonne Seitz berichtete an einem ersten Erfahrungsaustausch über die Kultur der Familienfreundlichkeit und über  innovative Arbeitszeitmodelle in ihrem Unternehmen.

Hohe Priorität
Die FPO ist breit abgestützt. Dies wurde auch an der Verleihung des Unternehmerpreises Ostschweiz des Swiss Venture Clubs (SVC) deutlich: Alle Finalisten haben unter anderem einen Gratis-Befa-Check erhalten. Marcel Küng, SVC Regionalleiter Ostschweiz bestätigt, dass die Familienfreundlichkeit je länger desto ausschlaggebender sei für den Erfolg von Unternehmen. Er stellt fest, dass zahlreiche Finalisten der letzten Jahre viel für die Familienfreundlichkeit gemacht hätten. Die Thematik gewinne laufend an Bedeutung, denn: «Wir stellen gerade bei erfolgreichen Unternehmen fest, dass sie die Belange der Mitarbeitenden weit oben auf die Prioritätenliste setzen.» Die Familienfreundlichkeit sei generell ein Teil der gewachsenen Unternehmenskultur und ein wesentliches Element für die Mitarbeiterzufriedenheit.

Familienfreundliche Gewinnerin
Stürm freut sich deshalb, dass sich auch die Gewinnerin des fünften SVC Unternehmerpreises Ostschweiz die Familienfreundlichkeit auf die Fahne geschrieben hat: Die Lengwiler Microdiamant AG habe einen eigenen Ansatz gewählt: Die Mitarbeitenden können bei der Geschäftsleitung Wünsche bezüglich Anzahl Wochenstunden und Ferientagen für das Folgejahr anmelden. Ausgehend von der Normalarbeits- und Ferienzeit werden die  Eingaben – soweit als möglich – berücksichtigt und der Lohn entsprechend angepasst. Stürm: «Dieses Modell ist attraktiv und fördert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.»