19.01.2007 Information: Schweizer Wirtschaft soll weiter wachsen

  • Veröffentlicht am: Jan 19, 2007

Bundesrätin Doris Leuthard will die Schweiz auch im Jahr 2007 auf Wachstumskurs halten. Mit Massnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Eindämmung von Arbeitslosigkeit, soll die Lebensqualität erhöht werden.

Angelpunkt der guten Vorsätze im Volkswirtschaftsdepartement (EVD) ist die weitere Förderung des Wettbewerbs. Dieser sei nicht nur ein wichtiges Instrument für die Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern diene auch der Verbesserung der Einkommenslage und damit – zumindest indirekt – auch der Entlastung der Sozialwerke.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die EVD-Vorsteherin plädierte deshalb an ihrer Jahrespressekonferenz heute in Bern auch dafür, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter zu fördern und damit die Erwerbsquote der Frauen zu steigern, die Zahl der Frauen in Kaderpositionen zu erhöhen und – neben dem Ziel der Lohngleichheit – auch vermehrt Teilzeitmodelle für Männer zu prüfen. In ihrem eigenen Volkswirtschaftsdepartement will sie mit dem guten Beispiel vorangehen und dort die Idee eines teilweise bezahlten Vaterschaftsurlaubs umsetzen.

Bessere Bedingungen für Unternehmen

Neugründungen von Unternehmen seien ein Ziel, dem sich auch die Politik des EVD verschreiben müsse, sagte Ursula Renold, Direktorin des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT). Ein zweites bundesrätliches Wachstumspaket stehe angesichts der guten Wirtschaftszahlen zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht im Vordergrund. Ein Hauptaufgabe im Inland besteht aus der Sicht des EVD darin, das Leben der Unternehmen zu erleichtern. Offene Märkte, gut ausgebildete Arbeitskräfte und ein im Grundsatz liberal-soziales Wirtschaftskonzept bildeten deshalb die nötige Grundlage, um Gewinne zu erwirtschaften und so eine nachhaltige Wertschöpfung zu erzielen, sagte Leuthard. In diesem Sinn komme dem EVD auch im laufenden Jahr eine zentrale Rolle in der gesamten Bundespolitik zu.