15.01.2006 Presseartikel: Bei Krippen gilt: Worte statt Taten

  • Veröffentlicht am: Jan 15, 2006

Der Arbeitgeberverband lehnt zwar gesetzliche Verpflichtung ab, befürwortet jedoch den Ansatz, dass Unternehmen familienergänzende Betreuungsangebote unterstützen.

Der Tages-Anzeiger schreibt, dass 2001 auf der familienpolitischen Plattform des Arbeitgeberverbands die Forderung zu lesen war, dass es mehr familienergänzende Betreuungsplätze braucht. Der Verband war zwar gegen gesetzliche Verpflichtungen, aber fand, dass Unternehmen solche Angebote «je nach ihren Bedürfnissen» unterstützen sollten. Heute, 2006, zieht der Arbeitgeberdirektor Peter Hasler eine positive Bilanz. Erwähnt wird als Beispiel auch der Gesamtarbeitsvertrag der Maschinenindustrie, dem 700 Firmen von unterschiedlichster Grösse angeschlossen sind. Das erschwert einheitliche Lösungen. Nur wenige Arbeitgeber würden eigene Betriebskrippen führen, sagt Natalie Imboden, Zentralsekretärin beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SBG). Kleine Firmen können sich nur an Betreuungsplätzen beteiligen, wenn lokal ein solches Angebot überhaupt bestehe. Als ein möglicher Weg wären ihrer Ansicht nach regionale Verbünde, wie sie zum Beispiel der Verein Arbeitgeberkrippe in Winterthur anbiete. Grosse Unternehmen und in Branchen mit höheren Gewinnen sei es einfacher und verpflichten sich teilweise die Arbeitgeber, ihre Angestellten bei der Kinderbetreuung zu unterstützen.