13.06.2012 Studie: Vereinbarkeit in der Bodenseeregion

  • Veröffentlicht am: Jun 13, 2012

Die neue Studie „Daten und Informationen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der internationalen Bodenseeregion" zeigt auf, wie es um die Familienfreundlichkeit im Dreiländereck und Wirtschaftsraum Deutschland-Österreich-Schweiz bestellt ist. 

Nach wie vor wird rund um den Bodensee der überwiegende Teil der Familienarbeit von Frauen geleistet. Gleichzeitig steigt der Anteil der erwerbstätigen Frauen kontinuierlich an. Rahmenbedingungen zu schaffen, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, wird damit zu einer immer dringlicheren Aufgabe für die Region. Dabei geht es nicht nur um die Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt. Auch vielen Männern wird es immer wichtiger, sich gleichberechtigt an Familien- und Betreuungsaufgaben beteiligen zu können. Familie und Beruf gut zu vereinbaren, ist inzwischen für viele Menschen eine wichtige Voraussetzung für Lebens- und Arbeitszufriedenheit und damit langfristig auch für die eigene Gesundheit.

Die Bodenseeregion ist eine wirtschaftlich starke Region mit einem dynamischen Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit in der Region ist ausgesprochen niedrig. In vielen Berufsbereichen zeichnet sich in der Bodenseeregion bereits jetzt ein Fachkräftemangel ab, von dem zu erwarten ist, dass er sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels in den nächsten Jahren weiter verschärfen wird. Umso wichtiger ist es für die Region, das vorhandene Arbeitskräftepotenzial so gut wie möglich auszunutzen. Das heißt insbesondere auch die Bedingungen für die Erwerbstätigkeit von Frauen und Männern, die aufgrund von aktuell bestehenden Vereinbarkeitsproblemen nicht oder nur eingeschränkt dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, zu verbessern.

Das sind die zusammengefassten Inhalte des Berichts „Daten und Informationen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der internationalen Bodenseeregion":

  • Er enthält vergleichende Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen zu den Bereichen Schwangerschaft und frühe Elternschaft sowie Kinderbetreuung in den vier Bodenseeanrainerstaaten.

  • Er zeichnet auf Basis von statistischen Daten zur Erwerbsbeteiligung von Männern und Frauen, Teilzeitarbeit sowie familienergänzende Kinderbetreuung in den nationalen Teilregionen der Bodenseeregion ein Bild der aktuellen Situation auf dem Arbeitsmarkt.

  • Er beleuchtet kurz die Handlungsfelder Betrieb und Arbeitsmarkt.

  • Er bietet mit einem ergänzenden Infopool einen Überblick über eine Vielzahl von Akteuren, Beratungs- und Informationsangeboten zum Thema Vereinbarkeit in den einzelnen Teilregionen sowie auf den jeweiligen staatlichen Ebenen.

Der Bericht (800 KB) kann unter www.statistik-bodensee.org kostenlos heruntergeladen werden.